Forschung

Die Nutzung von Ontologien als Softwarebasis ist relativ neu, weshalb wir in den letzten Jahren sehr viel Aufwand in die Forschung investiert haben. Dies war zu einem großen Teil durch Studenten möglich, die sich unserem Team angeschlossen haben, um Publikationen zu verfassen. Wir werden unsere Bemühungen in der Forschung aufrechterhalten - derzeit mit einer Masterarbeit zur Klassifikation von Eigenschaften. Leider können wir nicht den gesamten Inhalt der Werke mit dir teilen, aber wenigstens erhältst du einen Einblick, wohin die Reise geht. Falls dich das Thema Ontologien interessiert und du ganz vorne mit dabei sein möchtest: Schließe dich unserem Team an!

Optimierungspotenziale in der Post-Sales-Dokumentation durch ontologiebasierte Verwaltung von Produktwissen in einem Produktmodell
Master Thesis (2018)
Informationen, die im Laufe des Lebenszyklus eines Produkts anfallen, werden i. d. R. von verschiedenen Abteilungen und in getrennten Systemen verwaltet. So befinden sich bspw. Testpläne in einer Excel-Datei, Dokumente für die Anwenderdokumentation in einem Content Management System, Schulungsunterlagen in PowerPoint-Dateien und Unterlagen für den Support in einem weiteren System. Hinzu kommt häufig, dass ein Teil des Wissens der beteiligten Akteure in keinem der genannten Systeme verwaltet wird, sondern implizit in den Köpfen der Mitarbeiter verbleibt und anderen Beteiligten nicht kommuniziert wird. Aus dieser Problematik resultiert, dass Synergien nicht optimal genutzt werden. Bspw. steht die Handlungsreihenfolge von zukünftigen Anwendern teilweise schon bei der Anforderungsdefinition, spätestens jedoch bei der Erstellung von Testplänen fest und könnte als direkte Wiederverwendungsquelle für Schrittanleitungen der Anwenderdokumentation genutzt werden. Tatsächlich dienen Entwicklungs- und Testunterlagen meist als inhaltliche Vorlage für die Anwenderdokumentation. Diese wird jedoch von Grund auf in einem eigenen Verwaltungssystem erstellt, da keine technische Anbindung an die Systeme für Entwicklung und Test vorhanden ist. Dies führt nicht nur bei der initialen Erstellung von Produktinformationen, sondern auch bei Änderungen zu Mehraufwand. Ändert sich z. B. die Benennung eines Buttons in der Software, geht dies mit umfangreichen und zeitintensiven Anpassungen in den nachgelagerten Prozessen einher: die Änderung muss u. a. in Testplänen, Dokumentationen, Schulungsunterlagen und Terminologiedatenbanken manuell nachvollzogen werden. Mit jeder notwendigen manuellen Anpassung steigt zudem die Fehleranfälligkeit. Einen Lösungsansatz für diese Problematik bietet die zentrale Verwaltung aller Informationen des Produktlebenszyklus in einem sogenannten Produktmodell. Die Produktmodellierung hat die vollständige Abbildung eines Produkts mit allen Bestandteilen, Funktionen und Eigenschaften zum Ziel.
Optimierungspotenziale von Redaktionssystemen durch den Einsatz von Ontologien
Master Thesis (2017)
In der Technischen Dokumentation haben Ontologien in den letzten Jahren im Kontext von Industrie 4.0 und dem Wunsch nach „intelligenter Information“ an Bedeutung gewonnen. Vor diesem Hintergrund werden in der vorliegenden Masterarbeit Optimierungspotenziale erarbeitet, die sich aus der Ontologiebasierung von Redaktionssystemen ergeben. Dazu wird zunächst gezeigt, wie eine CMS-Ontologie modelliert werden sollte, um Optimierungspotenziale zu ermöglichen. Nach einem Überblick über Kategorien für notwendige Klassen der CMS-Ontologie wird in Form von Modellierungsgrundsätzen ein Hilfsmittel für die Identifizierung konkreter Klassen der Domäne „CMS“ erarbeitet. Anhand von Beispielen wird zudem gezeigt, wie Regeln zur Automatisierung von Ontologie-Modellierung und redaktionellen Prozessen verwendet werden können. Durch die Einhaltung der Modellierungsgrundsätze und die Formulierung von Regeln ergeben sich Optimierungspotenziale für verschiedene redaktionelle Prozesse hinsichtlich erweiterter Prüfmechanismen, Datenintegrität, Effizienz, Nachvollziehbarkeit, Versionssicherheit und Konfigurierbarkeit. Mithilfe von Regeln kann außerdem die Applikationslogik abgebildet werden. Da beliebige Klassen der Ontologie in den Regeln verwendet werden können, wird die Applikationslogik auf diese Weise ohne Programmierung konfigurierbar. Abschließend wird in einer prototypischen Umsetzung demonstriert, wie der Dokumentationsprozess in einem ontologiebasierten Redaktionssystem ablaufen könnte.